KHL startet mit Vollgas in die Playoffs

 

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Endlich ist sie da, die fünfte Jahreszeit. Die KHL-Fans freuen sich auf die Gagarin Cup Playoffs 2017. Heute startet die erste Runde – im Mittelpunkt stehen zwei Begegnungen, die vor der Saison jeweils auch als Conference-Finale durchgegangen wären. „Ich hüpfe fast vor Erwartung, dass es endlich losgeht.“ Nigel Dawes, Stürmer von Astana und zweitbester Torschütze der Saison spricht aus, was viele aktuell denken. Der Wahl-Kasache trifft mit Barys auf Playoff-Rückkehrer Traktor und möchte zum ersten Mal in der Geschichte von Astana eine Runde weiter kommen.

Diese Serie war die einzige, die vor dem letzten Spieltag am vergangenen Samstag bereits feststand – es blieb in der KHL also spannend bis zum Schluss. Am Ende gewann CSKA die Hauptrunde nur dank der mehr gewonnenen Partien nach regulärer Spielzeit und Kunlun Red Stars feierte als Neuling gleich den Einzug in die Endrunde.

Favoritenschreck im Westen

In der stärkeren der beiden Conferences trifft CSKA Moskau auf Jokerit Helsinki – und nur auf dem Papier scheint das Kräfteverhältnis klar. Denn obwohl die Finnen bisher eine schlechte zweite Saison in der Liga ablieferten, gewann das Team gegen Moskau beide Begegnungen. Außerdem war für die Nordeuropäer bereits im Vorjahr in der ersten Runde Schluss. Mit Jokerit hat CSKA daher den deutlich schwereren Brocken erwischt als SKA St. Petersburg mit dem Playoff-Debütanten Vityaz.

Interessant ist, dass mit Dynamo gegen Torpedo auch das zweite Moskauer Team gegen einen Favoritenschreck antreten muss. Denn trotz zweier Niederlagen zum Saisonfinale ist das Selbstbewusstsein in Nizhny Novgorod hoch: „Torpedo ist der größte Anwärter auf den Cup“, erklärt Stürmer Kaspars Daugavins und fügt hinzu: „Wir fahren nach Moskau und versuchen, dort gleich das erste Spiel zu gewinnen.“

Da im Westen gleich sechs Teams die 100-Punkte-Marke durchbrachen, gehen die Experten insgesamt von vielen langen Serien aus.

Grünes Derby im Osten

Im Osten fokussiert sich die Aufmerksamkeit auf das grüne Derby zwischen Kazan und Ufa. Vor allem die Mannschaft von Salavat, die bis zum Schluss um den Einzug in die Endrunde kämpfte, scheint die Aufeinandertreffen geradezu herbeizusehnen. Gegen den ewigen Rivalen Ak Bars sind Kaprizov und Co. besonders motiviert. Im Vorjahr fiel die Entscheidung erst in einem spektakulären Spiel Sieben.

Für den amtierenden Champion Metallurg Magnitogorsk und Trainer Ilja Vorobjev beginnt die Mission Titelverteidigung mit einer Serie gegen den ersten chinesischen Profi-Standort Red Stars aus Peking. Kapitän Sergei Mozyakin, der zum sechsten Mal die Scorerwertung gewann, zum vierten Mal die meisten Tore in einer Saison erzielte und mit 48 Treffern auch einen neuen Ligarekord aufstellte, steht dabei kurz vor seinem 1000-Scorerpunkt in der höchsten russischen Spielklasse.

Klarer Favorit ist auch Omsk gegen Admiral. Für das Team aus Sibirien wird es gegen Wladiwostok vor allem darauf ankommen, nicht wie in den Vorjahren den Sieg in der Serie mit vielen Verletzungen zu bezahlen. In der Vergangenheit kostete Avagard die jeweils erste Runde so viel Kraft, dass der Favorit anschließend keiner mehr war.

Insgesamt versprechen die Playoffs 2017 der krönende Abschluss einer besonders spannenden Spielzeit zu werden. Im Zweitagesrhythmus müssen die 16 Teams nun trotz der weiten Flugstrecken gegeneinander antreten. Gefragt sind Kondition, Nervenstärke und schnelles Vergessen. Vier Siege braucht ein Team, um weiter zu kommen. Es ist alles vorbereitet: Lasst die Spiele beginnen.

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