Würdiger Sieger: St. Petersburg gewinnt den Gagarin Cup 2017

 

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Das ging schnell: Mit 4:1 Siegen und dominierender Spielweise entthronte am Sonntag SKA St. Petersburg den letztjährigen Champion Metallurg Magnitogorsk. Mit dem Gagarin Cup 2017 hält Trainer Oleg Znarok zudem einen neuen Rekord in der noch jungen KHL-Geschichte.

„Danke!“ Der sonst so wortkarge Znarok fand in der Jubelstimmung nach dem Gagarin Cup Triumph die richtige Sprache. Ein großes Dankeschön an jeden Spieler, an jedes Mitglied der großen SKA-Familie und auch ein Dank an die Freunde in Deutschland, die ihm die Daumen drückten. Der langjährige Zweitliga-Stürmer ist seit Sonntag der erfolgreichste KHL-Coach der Gegenwart. Nach zwei Titeln mit Dynamo Moskau sicherte sich Znarok mit St. Petersburg seinen insgesamt dritten Gagarin Cup. Dies gelang bisher noch keinem vor ihm.

Znaroks Anteil am Erfolg ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Denn natürlich verfügt SKA über das meiste Geld in der Liga, die größten Stars und den ausgeglichensten Kader. Die Serie gegen Magnitogorsk zeigte aber die Überlegenheit von St. Petersburg in allen Komponenten des Spiels: mehr Torschüsse, mehr Checks, mehr Laufarbeit. In jedem Final-Match war SKA das bessere Team, kontrollierte das Geschehen, übernahm die Initiative. Genau das war der große Verdienst von Znarok. Denn sein Team präsentierte sich im entscheidenden Moment als echte Mannschaft. Alle großen Namen ordneten sich der ausgegebenen Marschrichtung unter. Jeder kämpfte und rackerte für den anderen und hielt sich an die taktischen Vorgaben. So gelang es SKA auch, die beste Sturmreihe der Liga mit Mozyakin, Kovar, Zaripov zu neutralisieren.

In den russischen Medien ging es nach dem entscheidenden Finalspiel trotzdem fast nur um das Thema Schiedsrichter und ihre fragwürdigen Entscheidungen. Natürlich lassen sich in der Serie der ein oder andere Pfiff als Benachteiligung gegen Metallurg interpretieren. Natürlich ist es befremdlich, wenn das Management von SKA gleichzeitig zentrale Posten in der Liga-Zentrale der KHL innehat. Doch gekauft war dieser Titel nicht. Dafür war die Überlegenheit von SKA auf dem Eis einfach zu groß.

Für die Liga ist das trotzdem eine bittere Erkenntnis. Denn die Dominanz von SKA in diesen Playoffs ist ein klares Zeichen, dass die Wettbewerbsfähigkeit zwischen den einzelnen Standorten in der KHL nicht einmal annähernd ausgeglichen ist. Ein Vorwurf gegenüber SKA lässt sich daraus jedoch nicht stricken. Jeder hat seine Aufgabe bravourös gemeistert und ist ein verdienter Titelträger. Für Metallurg und Trainer Ilja Vorobjev bleibt der Trost, zwei Jahre in Folge ins Finale eingezogen zu sein. Für die Zukunft muss Magnitogorsk nun aber schnell einen Generationswechsel im Kader einläuten. Denn im nächsten Jahr wird der aktuelle Gagarin Cup-Sieger SKA St. Petersburg noch stärker auftreten.

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