Champion Kazan hat schon Sommerpause

Zwei Serien in der ersten Runde der KHL-Playoffs elektrisieren Fans und Medien in Russland ganz besonders. Das Ausscheiden des amtierenden Champions Ak Bars Kazan und die beiden Niederlagen von SKA St. Petersburg vor heimischem Publikum gegen Spartak Moskau.

Fest steht bereits jetzt: Die erste Playoff-Woche in der KHL bietet deutlich spannendere Partien als vor einem Jahr. Besonders bitter verlief die Serie für den amtierenden Champion. Denn für Ak Bars Kazan ist die Saison seit Sonntagabend beendet.

Gegen Avangard Omsk reichte es in vier Partien zu keinem einzigen Sieg. Kazans größtes Problem in der Serie war neben dem Fehlen vom Stammtorhüter Emil Garipov die Geschwindigkeit. Avangard überrannte den Gegner wie eine Lawine, bezahlte für den Einsatz aber auch einen hohen Preis. Kapitän Evgeni Medwedew fiel verletzt aus, in Spiel vier fehlte zudem Center David Desharnais.

Doch Trainer Bob Hartley fand für jede Aufgabe eine passende Antwort und bereitete sein Team perfekt vor. Matchwinner am Sonntag war Sergei Shumakov, dem ein Hattrick gelang. Dank des Hochgeschwindigkeits-Eishockeys gewann Omsk gegen Kazan zum ersten Mal überhaupt eine Playoff-Serie. Durch die längere Pause bis zur nächsten Runde können zudem die verletzten Spieler regenerieren.

„Für uns lief es von Beginn der Serie an großartig. Die Torhüterleistung, das Überzahl und Unterzahlspiel, es hat einfach alles gepasst. Der Sieg war aber nur der erste Schritt auf dem langen Weg zum Cup“, freute sich Hartley im TV, während die Fans von Kazan im Hintergrund die frühe Sommerpause beweinten. Welche Teams neben Omsk noch Grund zur Freude haben, entscheidet sich in den kommenden Tagen.

Sobotka in Omsk: Eine Seifenoper ohne Happy End

Zwischenzeitlich schien es, als ob alle Beteiligten in einer Zeitschleife gefangen wären. Beinahe wöchentlich gab Doug Armstrong, General Manager in St. Louis zu verstehen, dass Vladimir Sobotka in die NHL zurückkehrt. Jeweils einen Tag später dementierte Omsk-Manager Vladimir Shalaev und erklärte, dass der tschechische Stürmer seinen Vertrag erfüllen und in Omsk bleiben wird. Es war ein Spiel zwischen Sobotka, seinem Agenten Petr Svoboda und Doug Armstrong auf der einen Seite – und Shalaev und Omsk auf der anderen. Sobotka in Omsk: Eine Seifenoper ohne Happy End weiterlesen

Halbfinale in der KHL – Zeit für Helden

In der KHL starten jeweils die beiden Halbfinalserien auf dem Weg zum Gagarin Cup 2016. CSKA Moskau gegen Torpedo Nizhny Novgorod, Dynamo Moskau gegen SKA St. Petersburg sowie Avangard Omsk gegen Ufa und Metallurg Magnitogorsk gegen Novosibirsk lauten die Paarungen. Halbfinale in der KHL – Zeit für Helden weiterlesen

Neue Chance – neues Glück?

Das Ende der Transferzeit in der KHL rückt näher. Zeit für die großen Vereine, noch einmal nachzurüsten für die Playoffs – und für die kleinen die Chance, Geld für einen Akteur zu erhalten, der im Sommer ohnehin gehen will.

Den größten Transfer vollzogen in der vergangenen Woche zwei Gagarin Cup Anwärter: SKA St. Petersburg und Avangard Omsk. Gleich drei Stürmer wechselten dabei den Arbeitgeber. Während Nationalspieler Sergei Shirokov zum Meister nach St. Petersburg ging, holte sich Omsk mit Anton Burdasov den bisher besten Torjäger von SKA. Quasi als Zugabe wechselte auch Piotr Khokhryakov von Petersburg nach Omsk. Gewinner dieses Tausches ist auf dem Papier der Klub aus Sibirien. Doch da sich SKA gleichzeitig auch noch die Dienste von Jonas Enlund und Pavel Buchnevich sicherte, ist die Konkurrenzsituation beim reichsten Klub der Liga eher gestiegen, als gesunken.

Ebenfalls wichtig:

Kazan transferierte seine NHLVerstärkung Kirill Petrov gleich weiter zu CSKA Moskau, im Austausch für Torhüter Stanislav Galimov. Außerdem verstärkt sich Salavat Ufa mit Oleg Saprykin.

Felix Schütz spielt um den Gagarin-Cup

Der deutsche Nationalstürmer wechselt zum KHL-Spitzenklub Avangard Omsk.

In Omsk trifft Schütz, wie zu seinem KHL-Debüt, auf einen emotionalen finnischen Trainer. Raimo Summanen verlangt von seinen Akteuren aufopferungsvollen Einsatz. Den Deutschen erwarten harte Trainingseinheiten und starke Konkurrenz auf der Mittelstürmerposition. Denn hinter dem langjährigen NHL-Akteur Vladimir Sobotka kämpft auch der US-Amerikaner Chad Kolarik um einen Platz zwischen den russischen Starspielern wie Shirokov, Parshin, Perezhogin und Popov.

Für Schütz ist der Wechsel ist vielleicht größte Herausforderung seiner Karriere. Omsk gehört zu den stärksten und reichsten Klubs der KHL, das sportliche Ziel der Saison ist der Gagarin-Cup . Setzt sich Schütz hier durch, winken neben Ruhm und Ehre auch ein noch höher dotierter Vertrag.

Sergei Shirokov: Ein Torjäger mit Tiefgang

Avangard Omsk ist zurück im Konzert der großen KHL-Teams. Nach einer schwachen Spielzeit ohne Playoffs und zwei Trainerentlassungen agiert die Mannschaft unter dem neuem Management wieder erfolgreich. Verantwortlich dafür ist neben Rückkehrer Raimo Sumanen hinter der Bande vor allem ein Spieler mit besonderem Bezug zu Deutschland: Stürmer Sergei Shirokov. Sergei Shirokov: Ein Torjäger mit Tiefgang weiterlesen