Russland gegen Kanada: Klassiker schon im August

 

Internationale Testspiele mitten in der Saisonvorbereitung? Ein besonders ungewöhnliches Teilnehmerfeld konnten die Zuschauer bei den diesjährigen Sochi Hockey Open 2017 beobachten, die in der vergangenen Woche in der ehemaligen Olympiastadt am Schwarzen Meer über die Bühne gingen. Russland gegen Kanada: Klassiker schon im August weiterlesen

Würdiger Sieger: St. Petersburg gewinnt den Gagarin Cup 2017

 

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Das ging schnell: Mit 4:1 Siegen und dominierender Spielweise entthronte am Sonntag SKA St. Petersburg den letztjährigen Champion Metallurg Magnitogorsk. Mit dem Gagarin Cup 2017 hält Trainer Oleg Znarok zudem einen neuen Rekord in der noch jungen KHL-Geschichte. Würdiger Sieger: St. Petersburg gewinnt den Gagarin Cup 2017 weiterlesen

Spektakuläres Match: Neun Tore im ersten Finalspiel

 

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Genau so hatten sich das alle neutralen KHL-Fans vorgestellt: Tore, Strafen und Spektakel lieferten Metallurg Magnitogork und SKA St. Petersburg gleich im ersten Aufeinandertreffen um den Gagarin Cup. Einen Skandal gab es auch. Spektakuläres Match: Neun Tore im ersten Finalspiel weiterlesen

Eine Diva auf Schmusekurs

Ilya Kovalchuk ist voll motiviert. Gemeinsam mit seinen Kollegen von SKA St. Petersburg schwitzt er in der harten Vorbereitung unter dem neuen Coach Oleg Znarok.

Sein Blick geht nur nach vorne: „Leider war die Pause in diesem Jahr besonders lang, aber jetzt bin ich bereit für die neue Spielzeit“, freut sich der Stürmer auf die Aufgaben im Starensemble. Anders als im Vorjahr verbrachte Kovalchuk den Sommer in seiner Wahlheimat Florida. Weit weg von St. Petersburg, weit weg von den negativen Erlebnissen zum Ende der vergangenen Saison. Zum ersten mal in seiner Karriere wurde der Stürmer während der Playoffs aus dem Kader gestrichen – ohne verletzt zu sein.

Von außen musste er zusehen, wie SKA als amtierender Champion ausschied. Nur vier Spiele bestritt Kovalchuk in der Endrunde, kein Tor und keine Vorlage stehen für ihn zu Buche. Viel wichtiger als die Statistik war aber der große Medienrummel um seine Person. Kovalchuk ist Topverdiener in der KHL, ein Aushängeschild der Liga. Wenn er nicht spielt, muss etwas vorgefallen sein, dachten sich russische wie internationale Medien. Und da es keine spannenden offiziellen Informationen gab, mussten Gerüchte herhalten.

Davon gab es viele: Von Alkoholproblemen bis Konflikte mit dem Trainerteam bzw. dem Management wurde Kovalchuk viel Negatives angedichtet. Je länger sich weder Spieler noch Verein dazu äußerten, desto gewagter wurden die Vorwürfe. Ehemalige Mitspieler und Trainer sorgten sich um Kovalchuk und erkundigten sich wie Slava Bykov sogar direkt vor Ort nach der Wahrheit. Die russische Eishockeywelt war in Aufruhr, zumal Kovalchuk auch für die Heim-WM und den World-Cup nicht nominiert wurde.

„Alles, was mich nicht umbringt, macht mich stärker“, sagt Kovalchuk rückblickend. Erst nach dem Saisonaus und mit etwas Abstand äußerte sich der Stürmer öffentlich zur Situation: „Ich kann nicht erklären, warum das passiert ist. Wir hatten Fitness-Tests vor den letzten zwei Spielen gegen Jaroslavl, die waren vollkommen in Ordnung. Danach wurde mir gesagt, dass ich mich in einer schlechten mentalen Verfassung befinde und ich wurde aus dem Kader gestrichen. Alle Gerüchte, die anschließend über meine Person durch die Presse gingen, haben nichts mit der Realität zu tun.“

Das Kapitel ist für Kovalchuk damit abgeschlossen. Viel wichtiger als der Blick zurück ist seine neue Rolle im Team. Denn mit der Verpflichtung von Pavel Datsyuk, der Rückkehr von Plotnikov und Tikhonov und vor allem der Übername des Sbornaja-Trainerteams in St. Petersburg, zählt nur die Leistung auf dem Eis.

Wenn Kovalchuk wieder scort, stehen ihm alle Türen offen, auch in der Nationalmannschaft. Wenn nicht, wird es ein ganz schweres letztes Vertragsjahr. Im kommenden Sommer werden die Karten ohnehin neu gemischt. Bis dahin versucht die Diva, auf Schmusekurs zu bleiben und sportlich zu überzeugen.

Oleg Znarok wird neuer Trainer von SKA St. Petersburg

Es ist die aktuell wichtigste Personalentscheidung in der KHL. Der russische Nationaltrainer Oleg Znarok kehrt in die Liga zurück und übernimmt den finanzstärksten Klub: SKA St. Petersburg. Oleg Znarok wird neuer Trainer von SKA St. Petersburg weiterlesen

Halbfinale in der KHL – Zeit für Helden

In der KHL starten jeweils die beiden Halbfinalserien auf dem Weg zum Gagarin Cup 2016. CSKA Moskau gegen Torpedo Nizhny Novgorod, Dynamo Moskau gegen SKA St. Petersburg sowie Avangard Omsk gegen Ufa und Metallurg Magnitogorsk gegen Novosibirsk lauten die Paarungen. Halbfinale in der KHL – Zeit für Helden weiterlesen

Ilja Kovalchuk – der Superstar wird kaltgestellt

Die erste Playoff-Runde ist bis auf ein Spiel beendet. Doch nicht Ergebnisse bestimmen die Schlagzeilen, sondern eine Personalie. Zugegeben, eine ganz besondere. Ilja Kovalchuk ist suspendiert. Wie lange und warum ist das aktuell bestgehütete Geheimnis der Liga. Ohne ihn gewann St. Petersburg vier Spiele in Serie und trifft in der nächsten Runde auf Dynamo Moskau.

Während SKA mit Kovalchuk in Spiel Eins noch fahrig auftrat, entwickelte die Mannschaft ohne ihn ungekannte Defensivstärken. Wie geht es nun weiter? Längst hat die Affäre politische Ausmaße angenommen. Ex-Coach Slava Bykov reiste als Friedensstifter extra nach St. Petersburg, saß zusammen mit dem Stürmer in einer Loge und erklärte anschließend: „Ich denke, wir müssen einen Kompromiss finden, damit Ilja uns erneut mit starken Auftritten zusammen mit der Mannschaft erfreut.“ Agent Yuri Nikolaev ergänzt: „Ilja hat einen gültigen Vertrag mit SKA und es laufen auch keine Verhandlungen. Jedes Gerede über Detroit oder New Jersey ist unpassend.“

Dennoch: Je länger das Schweigen der Beteiligten andauert, desto größer wird der Druck auf Trainer Zubov. Doch so lange die Mannschaft gewinnt, haben die Verantwortlichen alle Argumente auf ihrer Seite.

 

CSKA Moskau führt die KHL als Titelanwärter in Richtung Saisonabschluss

Auch die All-Stars von Metallurg hoffen auf eine gute Ausgangsposition für die Playoffs.

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Auch die All-Stars von Metallurg hoffen auf eine gute Ausgangsposition für die Playoffs.

Dank des frühen Saisonstarts biegt die KHL bereits auf die Zielgerade der Hauptrunde ein. Nur noch sechs bis neun Spiele bleiben den Teams, um auf den Playoff-Zug aufzuspringen, die Form für die Endrunde zu finden oder die Saison würdevoll zu beenden.

Nachdem die Wechselfrist in der KHL bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag endete, schmerzen langfristige Verletzungen jetzt besonders – ein Ersatz ist nicht mehr möglich. Entsprechend überrascht reagierten die Fans von Meister SKA St. Petersburg auf das Verhalten des Managements. Denn ausgerechnet der schwerste und größte Akteur im Kader steht dem Team nicht mehr zur Verfügung. Evgeny Artyukhin ist arbeitslos.

Sportlich kämpft die Mannschaft von Sergei Zubov noch immer um die Playoff-Teilnahme. Trotz des mit Stars nur so gespickten Kaders zeigte CSKA Moskau im direkten Aufeinandertreffen der beiden Armeeklubs Anfang Januar, wer aktuell der größte Favorit auf den Gagarin Cup ist. Der Hauptstadtklub bewies bereits zuvor gegen Lokomotive, wer die momentan beste Equipe der Liga ist. Eng geht es im Westen beim Kampf um den Strich zu: Selbst der Tabellenzwölfte Dynamo Riga kann sich noch Hoffnung auf die Playoffs machen. Neben SKA hinkt auch Dynamo Moskau den hohen Erwartungen hinterher.

Im Osten wechselt die Tabellenführung beinahe täglich. Mit Avangard, Metallurg, Sibir und Salavat machen sich gleich vier Klubs berechtigte Hoffnung auf die beste Ausgangssituation für die Endrunde. Größte Überraschung ist Admiral Wladiwostok. Der Ex-Klub von Felix Schütz überzeugt unter Trainer Alexander Andriewski mit disziplinierter Mannschaftsleistung und liegt aktuell sogar vor Kazan. Durchgereicht wird dagegen Spengler Cup-Halbfinalist Avtomobilist, bei denen Trainer Andrei Razin um seinen Job kämpft.

Ligaweit versprechen die kommenden Tage viel Spannung, denn wirklich abschreiben können die Spielzeit aktuell nur wenige Mannschaften.