Ilja Vorobjev: Ein Opfer des eigenen Erfolgs

 

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Ilja Vorobjev ist nicht mehr Trainer von Metallurg Magnitogorsk. Der Erfolgscoach mit langer Deutschland-Erfahrung als Stürmer unter anderem in Frankfurt und Mannheim wurde in der vergangenen Woche zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere entlassen.

Für den Rauswurf gibt es gute Gründe: Der Gagarin Cup-Sieger von 2014 und 2016 sowie Vizemeister 2017 spielt bisher eine sehr durchwachsene Saison – nach fünf Niederlagen aus sechs Spielen riss den Verantwortlichen nun endgültig der Geduldsfaden.

Und doch ist die Entscheidung ein Armutszeugnis: Denn für den verpassten Generationswechsel, für die schlechte Transferpolitik und die vielen namhaften Abgänge kann der Trainer am allerwenigsten. Zur Erinnerung: Mit Danis Zaripov, Chris Lee, Viktor Antipin und Alexei Bereglazov verließen im Sommer gleich vier Schlüsselspieler den Klub. Seitdem schwimmt die Defensive, das vormals so bärenstarke Torhüterduo Vasily Koshechkin und Ilya Samsonov leistet sich unerklärliche Fehlgriffe und Superstar Sergei Mozyakin wirkt erschöpft und frustriert.

Egal, ob sich Magnitka nun entscheidet, Interimscoach Viktor Kozlov die Verantwortung zu übertragen oder doch einen erfahrenen Übungsleiter zu verpflichtet: Vorobjev hinterlässt in Magnitogorsk Chaos. Für den Coach mit deutschem Pass kann die Entscheidung daher auch ein positives Ende bedeuten. Denn mit Metallurg hat er alles erreicht.

Wenn der Ärger über die Entlassung verraucht ist, wird er frischen Wind spüren. Für seine Aufgabe als Assistenztrainer der Sbornaja und für seine nächste Aufgabe in der KHL, auf die Ilja Vorobjev bestimmt nicht lange warten muss.

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