CSKA: Mit Viktor Fasth zum Gagarin Cup

In der Ruhe liegt die Kraft: Während der andere Armeeverein SKA aus St. Petersburg sich mit schweren Anschuldigungen gegenüber seines neuen Trainers Andrei Nazarov konfrontiert sieht, arbeitet CSKA Moskau still und leise am Kader für die neue Spielzeit.

Mit dem schwedischen Nationaltorhüter Viktor Fasth holte General Manager Sergei Fedorov einen Akteur nach Moskau, dem er die angedachte Doppelrolle zutraut. Denn Fasth soll bei CSKA nicht nur die neue Nummer eins werden und den Armeeklub in den Playoffs zum Erfolg führen. Er soll gleichzeitig auch die aufstrebenden Talente im Verein, Ilya Sorokin und Maxim Tretiak, in ihrer Entwicklung nach vorn bringen und natürlich das direkte Duell mit dem russischen Nationaltorhüter Stanislav Galimov anheizen. Keine leichte Aufgabe. Fasth kommt direkt aus der NHL, wo er zuletzt für die Edmonton Oilers auf dem Eis stand – mit mäßigem Erfolg und durchwachsenen Statistiken.

Doch vor seinem Wechsel nach Nordamerika in der Saison 2012/13 zeigte der Schwede überragende Leistungen auf der großen Eisfläche. Auf diese hofft nun auch CSKA Moskau. In der verlorenen Playoff-Serie gegen SKA ST. Petersburg fehlte den Hauptstädtern am Ende der sichere Rückhalt, um ins Gagarin Cup Finale einzuziehen. Dies soll mit Viktor Fasth nun gelingen. Dank seiner Verpflichtung ist zumindest die Torhüterposition bei CSKA Moskau damit herausragend besetzt. An allen anderen Stellen gibt es für Manager Fedorov und Trainer Dmitri Kvartalnov dagegen noch eine Menge Arbeit zu tun. Vor allem der Abgang von Igor Grigorenko nach Ufa ist zum Trainingsauftakt zur neuen Spielzeit noch nicht kompensiert. „Wir konnten uns finanziell mit ihm nicht einigen“, gibt Fedorov ehrlich zu. Wer in der neuen Saison an der Seite von Superstar Alexander Radulov stürmt, ist daher völlig offen.

Großes Interesse zeigt CSKA an einer Rückkehr von Mikhail Grigorenko, der sich in der NHL bislang nicht wirklich durchsetzen konnte. „Wir stehen mit ihm in Verhandlungen“, erklärt Trainer Kvartalnov und fügt hinzu: „Nach seinem Trade wird es für uns sehr schwer, ihn zu verpflichten.“ Der Hintergrund: Der in Buffalo unzufriedene Grigorenko wechselt ausgerechnet zur Colorado Avalanche, bei der mit Trainer Patrick Roy sein Ziehvater aus Juniorenzeiten hinter der Bande steht.

Viktor Fasth kann sich in Moskau dennoch auf ein starkes Team freuen. Der Traditionsklub CSKA sucht in Nordamerika nach weiteren Verstärkungen und startet mit einem klaren Ziel vor Augen in die Spielzeit 2015/20

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