Ak Bars Kazan: Vizemeister mit Sorgen

Für Trainer Zinetula Bilyaletdinov werden es die wichtigsten Playoffs seiner Karriere. Der einstmals erfolgreichste russische Coach der KHL und Ex-Nationaltrainer ist in Kazan angezählt. Ein Heimspiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Novokuznetsk brauchte sein Team, um erst zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde das Playoff-Ticket zu lösen.

Die Kritik von Fans und Experten richtet sich vermehrt gegen den früheren Heilsbringer: Zu einfältig, zu berechenbar, zu unflexibel, lautet ihr Urteil zum Spielstil von Bilyaletdinov. „Das Team tritt taktisch auf der Stelle“ so ihr Vorwurf. Statt es zu fürchten, kennen die Gegner das System von Kazan und finden neue Wege, es zu besiegen.

Dabei übersehen jedoch viele Kritiker, dass dem Team im Sommer deutlich Qualität verloren ging. Gleich vier Akteure wechselten in die NHL, vor allem der Verlust von Torhüter Anders Nilsson schmerzt. Dennoch ist das bisherige Abschneiden des aktuellen Kaders eine Enttäuschung und die Erleichterung nach dem Endrundeneinzug umso größer: „Ich bin glücklich, dass wir es endlich geschafft haben“, erklärt Stürmer Justin Azevedo und fügt hinzu: „Die letzten zwei Spiele müssen wir jetzt auch gewinnen, um in guter Form in die Playoffs zu starten.“

Für Trainer Bilyaletdinov und viele langjährige Stammkräfte geht es dabei um nicht weniger als ihre Zukunft im Klub.

 

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